Vortrag 1: Lernen, Begabung und Intelligenz aus Sicht der Lernforschung

Stadelmann

Prof. Dr. phil.-nat. Willi Stadelmann

Kurzbiografie:
Geboren am 20. Juli 1945 in Bern. Studium der Chemie, Biochemie und Physik an der Universität Bern. Promotion zum Dr. phil.-nat. 1975. Anschließend Studien in Entwicklungs- und Pädagogischer Psychologie und Pädagogik in Bern und Freiburg. Gymnasiallehrerdiplom. Tätigkeit als Gymnasiallehrer und Gymnasialrektor bis 1988. Vorsteher des Amts für Kindergarten, Volks- und Mittelschule AKVM der Erziehungsdirektion des Kantons Bern bis 1998. Ab 1999 Leiter der Bildungsplanung Zentralschweiz (pädagogische Stabsstelle der Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz). Vom 1. 4. 2002 bis 30. 9. 2010 Gründungs-Direktor der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ). Bis Juli 2010 Präsident der Schweizerischen Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (COHEP). Mitglied der Expertenkommission „Lehrer/innenbildung NEU“ der Österreichischen Bundesministerien für Unterricht, Kultur und Kunst (bmukk) und für Wissenschaft und Forschung (BMWF).

Heute weiterhin:
• Wissenschaftlicher Beirat des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung özbf in Salzburg
• Wissenschaftlicher Beirat der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich
• Mitglied des Stiftungsrats und des Hochschulrats der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems.
• Mitglied von iPEGE (International Panel of Experts for Gifted Education), Salzburg
• Vorsitzender des „Wissenschaftlichen Beirats für Personalentwicklung an Pädagogischen Hochschulen in Österreich“ des Bundesministeriums für Bildung (BMB)
• Mitherausgeber der Lehrbuch-Reihe „Lehren lernen. Basiswissen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung“ des Verlags Klett/Kallmeyer.
• Dozent MME am Institut für Medizinische Lehre (IML) der Medizinischen Fakultät der Universität Bern
• Mitglied des Kuratoriums von Weltethos Schweiz.

Inhalt verbergen 

Lernen ist ein hochkomplexer lebenslanger Prozess, der nur unter Einbezug verschiedener Wissenschaften (Pädagogik, Psychologie, Kognitive Neuropsychologie, Schulforschung…) einigermassen verstehbar ist. Lernen ist stark vom lernenden Individuum und seiner Umgebung abhängig, was eine objektive Beschreibung des Prozesses noch zusätzlich erschwert. Lebenslanges Lernen geht einher mit lebenslangen physischen Veränderungen im Gehirn. Man spricht von der Plastizität des Gehirns. Die kognitive Neuropsychologie vermag aber Lernen und Denken nicht umfassend zu beschreiben und zu begründen. Insbesondere auch, weil individuelles Lernen mit dem Bewusstsein des Lernenden eng zusammenhängt. Wie Signalmuster im Gehirn zu Bewusstsein führen, ist völlig ungeklärt.
Die Lernforschung muss alle Facetten des Menschen einbeziehen. Darum wird im Vortrag versucht, Lernen, Begabung und Intelligenz aus Sicht verschiedener Wissenschaften zu verstehen.
Jeder Lernprozess schafft Grundlagen für weiterführende Lernprozesse. Nicht nur Wissen, Verhalten, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden gespeichert, sondern es entstehen gleichzeitig neue Lerngrundlagen, Lernmöglichkeiten und Lernstrategien. So ist Lernen ein individueller Prozess, in starkem Masse gesteuert und stimuliert durch die soziale Umgebung. Durch Lernen entsteht zunehmend Individualität: Jeder Mensch ist und wird ein Unikat.

Im Vortrag werden insbesondere folgende Themenbereiche erläutert:
• Wahrnehmung als Voraussetzung für Lernen am Beispiel des Gehörs.
• Was trägt die kognitive Neuropsychologie zum Verstehen von Lernen bei?
• Warum entwickeln sich Kinder kognitiv derart verschieden?
• Was ist Begabung, was ist Intelligenz?
• Unterscheidet sich (klein)kindliches Lernen von Erwachsenen- Lernen?

Vortrag 2: Zum Instrument Stimme

Widhalm

Mag. Dr. Barbara Widhalm

Kurzbiografie:
Logopädin, Psychologin, Stimm- und Sprechcoach. Direktorin der Logopäd. Akademie des Landes Kärnten, Studiengangsleitung Logopädie (FH Kärnten & FH Campus Wien – bis 2014). Lehre/Training – insb. für WissenschaftlerInnen, u. a. Univ. Wien, Graz & Klagenfurt. Stimmprävention für die BVA (LehrerInnen-Gesundheit). Publikationstätigkeit 2017: VIELSTIMMIG. Biologie, Psychologie, Gesellschaft: Welche Faktoren die Stimme beeinflussen & STIMM- UND SPRECHTRAINING. Praxistipps für alle, die etwas zu sagen haben.

Veranstaltungsinhalt anzeigen 

Link: www.sprechlust.at