Vortrag 1: Die Auswirkungen frühen Musizierens auf Gehirn und Verhalten unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsauffälligkeiten und Lernstörungen: Ergebnisse der internationalen AMseL-Langzeitstudie

Seither-Preisler

PD Dr. Mag. Annemarie Seither-Preisler

Kurzbiografie:
Nach Abschluss der Studien Psychologie und Biologie Habilitation und internationale Forschungstätigkeit zu neurowissenschaftlichen Aspekten der Klang- und Musikwahrnehmung an den Universitäten Graz, München, Münster und Heidelberg. Seit 2009 BMBF-Langzeitstudie zu neurokognitiven Auswirkungen kindlicher musikalischer Praxis an der Universität Graz (Institut für Psychologie und Zentrum für Systematische Musikwissenschaft) und der Neurologischen Klinik der Universität Heidelberg.

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Vortrag 2: Musik als Mittlerin zwischen Welten - Von den Wirkungen des improvisierten Musizierens

Bucher

Dieter Bucher

Kurzbiografie:
Lehrer für Elementare Musikpädagogik am Landeskonservatorium Klagenfurt seit 2007
Leiter der Fachgruppe Elementare Musikpädagogik der Musikschulen des Landes Kärnten seit 2010
Lehrer für Aktivierung und Kreativer Ausdruck in der Schule für Sozialbetreuungsberufe Waiern seit 1999
Lehrer an Volks- und Neuen Mittelschule von 1987 bis 2010
Musik- und Tanzworkshops für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, für Jugendliche in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, für jugendliche Straftäter an der Justizanstalt Klagenfurt etc.
Referententätigkeit für Musikpädagogik an Pädagogischen Instituten und Hochschulen in ganz Österreich, Musikuniversität Wien, AGMÖ, DACH, Masterclass Peking, Bakip/Bafep etc.
Autor zahlreicher Lieder und Musiktheaterstücke für Kinder und Erwachsene

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Dieter Bucher berichtet von seiner Arbeit in verschiedenen Lebenswelten: von jugendlichen Strafgefangenen in der Justizanstalt Klagenfurt, von unbegleiteten minderjährigen Asylwerbern, von jungen Menschen, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt werden, von Kindern aus aller Welt in einer Brennpunktvolksschule, von schwerst- und gar nicht behinderten Kindern in einem Inklusionsprojekt, von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, von behüteten Vorschulkindern am Konservatorium, von jungen Leuten, die Musik studieren. In all diesen unterschiedlichen Settings gelten dieselben Prämissen: Respekt und wertschätzender Umgang sowie Kreativität und selbstbestimmtes Schaffen von Kunst.
Und Musik ist der Schlüssel. Vom Improvisieren mit Instrumenten, die gespielt werden können, ohne dass man sie erlernen muss bis hin zum Texten und Komponieren von einfachen Liedern und Stücken spannt sich der Bogen. Die Zugänge und Instrumente sind so unterschiedlich wie die Soziotope, in denen gearbeitet wird. Überall gilt: So einfach, dass jeder Mensch mitkann; so frei, dass sich jeder Mensch entfalten kann; so strukturiert, dass in kurzer Zeit vieles möglich wird.